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Windkraft
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Große Windkraftanlagen mit einer installierten
Leistung von mehreren Megawatt beherrschen schon
heute das Bild an vielen Küsten der
Industrieländern. Während solche Großanlagen ihren
erzeugten Strom in das öffentliche Netz einspeisen,
gibt es für kleine Windkraftanlagen kaum
Anwendungsgebiete.
In Ländern, in denen
ganze Dörfer
oder einzelne Gehöfte nicht an das nationale
Stromnetz angeschlossen sind, können kleine
Windkraftanlagen ihren Beitrag zur Elektrifizierung
leisten. Stromgeneratoren, die mit Diesel oder
Benzin betrieben werden, emittieren nicht nur
Treibhausgase sondern müssen mit oft sehr teuren
Treibstoffen betankt werden. Photovoltaik-Systeme zur
Versorgung eines Haushaltes mit Elektrizität sind in
der Anschaffung sehr teuer und können als Hightech
Produkte nur aus Industrieländer importiert werden.
Kleine Wasserkraftanlagen
stellen eine sehr einfache und effektive Methode der
ländlichen Elektrifizierung dar, sind aber immer an
natürliche Wasserläufe gebunden.
Kleine Windkraftanlagen zum Aufladen von Batterien
überwinden all diese Probleme. Es werden weder
Treibstoff, noch Hightech Materialien oder
einzigartige topografische Verhältnisse in der Nähe
der Verbraucher benötigt.
GREEN STEP schult
lokale Kleinunternehmer
im Aufbau und Vertrieb dieser Kleinwindkraftanlagen
im Leistungsbereich von 100W bis 1KW. Bei der Wahl
des Konstruktionsprinzips wurde großen Wert auf die
Robustheit und die Schlichtheit der Anlage gelegt.
Weder kommen eine komplizierte elektronische
Schaltung noch speziell angefertigte Teile vor.
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oben: In Epoxydharz eingegossene Kupferwicklungen
rechts: Eine mit Permanentmagneten besetzte
Eisenscheibe wird in Epoxydharz eingegossen
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Das Herz der Anlage stellt der Generator, ein so
genannter eisenloser Scheibenläufer, dar. In einer
feststehenden, planen Scheibe sind Wicklungen aus
Kupferlackdraht in Epoxydharz vergossen. Vor
und nach dieser Scheibe rotieren zwei Eisenscheiben,
auf denen Permanentmagnete geklebt werden. Der
Einsatz von hochwertigen Magneten steigert die
Leistung derart, dass der Import solcher Magnete in
die Projektländer gerechtfertigt werden kann. Die
Lagerung der Scheibe erfolgt mittels einer
handelsüblichen Radaufhängung für PKW. Der Vorteil
eines solchen Generators liegt in seiner hohen
Energieausbeute bei geringen Drehzahlen, so dass auf
den Einsatz eines Getriebes verzichtet werden kann.
Außerdem werden für den Bau keinerlei
Spezialwerkzeuge benötigt. Somit kann dieser
Generator in fast jeder "Hinterhofwerkstatt"
hergestellt werden.
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Aus Holz gefertigte Rotorblätter
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Während kommerzielle Anbieter auf den Einsatz von
glasfaserverstärkten Rotorblättern setzen, verwendet
GREEN STEP Flügel aus lokal verfügbaren Holz. Der
höhere Arbeitsaufwand wird durch die einfache
Herstellung ohne Spezialwerkzeug, das nahezu
unerschöpfliche Angebot an dem Baumaterial Holz und
die individuellen Anpassungsfähigkeit einzelner
Rotoren an den jeweiligen Standort mehr als
ausgeglichen. Damit die Windkraftanlagen der
wechselnden Windrichtung folgen können, sind sie mit
einer Windfahne am hinteren Ende ausgestattet. Durch
die spezielle Anordnung der Fahne schützt diese die
Anlage bei Stürmen, in dem sie sich seitlich aus dem
Wind dreht und somit die Angriffsfläche vermindert
wird. Dadurch ist eine maximale Haltbarkeit der
ganzen Anlage gewährleistet.
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oben: Komplett montierte Anlage mit Windfahne in
Sturmstellung
rechts: Windkraftanlage auf Stahlrohrmast
installiert |
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Die Montage der Windkraftanlage erfolgt in der Nähe
des Verbrauchers. Da das Angebot an Elektrizität mit
dem Windaufkommen schwankt, wird die Energie in
herkömmlichen Autobatterien zwischengespeichert.
Die Bewohner können den Strom wie aus der Steckdose
je nach Bedarf verbrauchen. |
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Die
von GREEN STEP e.V. eingesetzte Technologie ist eine
Weiterentwicklung der Windradtechnologie von Hugh
Pigott. Wer also einen ersten Schnupperkurs zu Hause
machen möchte, kauft sich unter
www.scoraigwind.com
Hugh Pigotts Buch "How to build a wind turbine".
Leider gibt es die Informationen bisher nur auf
Englisch.
Oder
Sie kommen zu einem unserer Workshops.
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